Mehr Taktgefühl, bitte!

Mehr Taktgefühl, bitte! Das Gefühl für Anstand.

2016: Bundespräsidentenwahl Österreich – die „Nation“ ein halbes Jahr ohne „Führer“. Tausende fluchtsuchende Menschen finden ihren Tot, nach wie vor, im Mittelmeer (wenn sie überhaupt so weit kommen) – und Europa sieht zu, oder noch besser, schaut weg – aus den Augen, aus dem Sinn. Ungarn: Seit dem nationalkonservativen Regierungschef Viktor Orban, flüchten zahlreiche Intellektuelle, darunter Künstler_innen und Schriftsteller_innen, aus ihrer Heimat. Die nationalkonservative Partei HDV gewinnt die Parlamentswahlen 2016 in Kroatien. Donald Trump for president! Unser Rechtswesen wird durch CETA und TTIP in Gefahr gebracht. Brexit. Frankreich: Die Favoritin für die Präsidentschaftswahl 2017, Marine Le Pen, fordert weitere Abstimmungen über den EU-Ausstieg in anderen Mitgliedsländern. Währenddessen zieren Unruhen und Schlachten die Straßen Paris. Türkei, der sichere Drittstaat, der die kurdische Bevölkerung mit Füßen tritt, verfolgt und ermordet und syrische, auf internationalen Schutz angewiesene, Menschen, an der Grenze verrecken lässt, aber Hauptsache der Waffenhandel floriert. Alles hat auch sein Gutes. „Wir schaffen das!“ Kürzung der Wohnbeihilfen. Das gezielte Schüren von Ängsten, Neid und Missgunst. Die Suche nach Schuldigen. Das Ventil, die Aggression. Mittendrin in diesem Kollektiv, der einzelne Mensch. Die Banalitäten eines Lebens… und Angelina Jolie und Brad Pitt trennen sich…


Von und mit: Alice Dela Sainte Consolation, Karin Lämmerhofer, Siegfried Lämmerhofer, Robert Dalmolin, Karolina Delaphonte, Bashir Asskari, Omid Chawrash, Alexandra Schwarzenbacher, Helmut A. Schlatzer, Sabine Aigner

Technik: Marcus Auer

Produktion 2016 (c) Theater/Baum/Schere

Die Produktion „Mehr Taktgefühl, bitte!“ wurde im Zuge der Europäischen Theaternacht 2016 inszeniert. Die Probezeit betrug insgesamt 10 Tage.